Das Gehör – ein Wunderwerk der Natur.

Hören verbindet uns mit unserer Umwelt. Wir kommunizieren mit anderen Menschen und gehören dazu. Das Ohr ist ein sehr komplexes und perfektes Sinnesorgan. Es fängt die Geräusche als Schallwellen auf und wandelt sie in feine elektrische Impulse um, die an unser Gehirn gesendet, dort identifiziert und verarbeitet werden. So können wir Sprache verstehen und jedem Geräusch die jeweilige Ursache zuordnen.

Ohrmuschel
Hier treffen die Schallwellen auf, werden gebündelt und in den Gehörgang geleitet.
Hammer
Hammer, Amboss und Steigbügel intensivieren die Schwingungen und leiten sie an das Innenohr weiter.
Amboss
Hammer, Amboss und Steigbügel intensivieren die Schwingungen und leiten sie an das Innenohr weiter.
Steigbügel
Hammer, Amboss und Steigbügel intensivieren die Schwingungen und leiten sie an das Innenohr weiter.
Gleichgewichtsorgan
Das Gleichgewichtsorgan besteht aus mit Flüssigkeit gefüllten Bogengängen. Es dient der räumlichen Orientierung und der Bewegungskoordination.
Hörnerv
Die Schallimpulse gelangen durch die Hörschnecke (Cochela) zum Hörnerv, werden in elektrische Signale umgewandelt und zum Gehirn geleitet. Hier werden die Impulsmuster als Klänge, Geräusche oder Sprache erkannt.
Hörschnecke/ Innenohr
Die Hörschnecke ist ein mit Flüssigkeit gefülltes Labyrinth. In seinem Innern befinden sich die Haarsinneszellen. Treffen Schallimpulse auf die Flüssigkeit, so gerät diese in Schwingungen und übt einen Reiz auf die Sinneszellen in der schneckenförmigen Cochela aus. Leise Schallimpulse werden dabei stärker verstärkt als laute.
Eustachische Röhre/ Tube
Die Tuba verbindet das Mittelohr mit dem Nasenrachen. Durch Gähnen oder Schlucken schafft sie den Druckausgleich zwischen Außendruck und Nasenrachenraum. Ist die Belüftung gestört, hören wir dumpf.
Trommelfell
Durch das Auftreffen der Schallwellen gerät das Trommelfell in Schwingungen. Die Schallinformationen werden verstärkt.
Gehörgang
Durch den Gehörgang werden die Schallwellen zum Trommelfell weiter geleitet.

Welcher Hörtyp bin ich?

Menschen sind individuell. Jeder hat seine bevorzugten Interessen, Vorlieben und Eigenschaften. Dies gilt auch bei der Versorgung mit modernen Hörgeräten. Jeder von uns bringt auch hier bestimmte Bedürfnisse und Wünsche mit, die sehr verschieden sein können. Man spricht sogar von unterschiedlichen Hörgeräte-Nutzertypen. Das Wissen darüber, welcher Nutzertyp Sie sind, kann Ihrem Hörakustiker wichtige Orientierung geben. Ausgehend davon sucht er mit Ihnen gemeinsam die Hörgeräte aus, die genau zu Ihnen passen.

Überlegen Sie selbst, wie Ihr Höralltag aussieht und zu welchem Hörgeräte-Nutzertyp Sie sich zählen würden:


Der Häusliche

Der HäuslicheEr bevorzugt Aktivitäten zu Hause und im Garten. Zu seinen Freizeitbeschäftigungen gehören Musik, Fernsehen und Lesen, Basteln, Heimwerken oder Handarbeiten und Gesellschaftsspiele wie Skat, Bridge oder Schach. Gerne sitzt er auch mal im kleinen Kreis mit Freunden oder Verwandten zusammen, um sich zu unterhalten. Und er genießt die Ruhe. Turbulente Feiern oder pulsierendes Stadtleben sind nicht seine Welt.


Der Ausgeglichene

Der AusgeglicheneEr sucht den Ausgleich zwischen beruflichen Anforderungen einerseits, aktiver Erholung und Entspannung andererseits. Täglich ist er im Kontakt mit einer ganzen Reihe unterschiedlicher Menschen. In Gesprächsrunden bringt er sich aktiv ein. Er hat Freude am Wandern oder Segeln, am Schwimmen oder Radfahren, am Schlendern oder Shoppen. Und er geht auch ins Kino, zu Vortragsveranstaltungen oder zur Kirche. Ruhe hingegen sucht er sehr gerne bei Erlebnissen in der Natur.


Der Durchstarter

Der DurchstarterOb im Beruf oder in Familie und Freundeskreis – er muss das Leben in allen Facetten genießen. Treffen in Restaurants oder Bars, Diskussionsrunden, lebhafte Familienfeiern, Partys oder andere Veranstaltungen mit vielen Menschen gehören für ihn zum Alltag. Er ist vielfältig gefordert im Beruf oder in der Familie. Er ist immer auf Achse, besucht Konzerte, Opern- und Theateraufführungen, liebt das Reisen mit Zug oder Flugzeug. Für besinnliche Minuten hingegen fehlt ihm oftmals einfach die Zeit.


Der Diskrete

Der DiskreteVon Fall zu Fall entspricht dieser Typus in seinen Hörbedürfnissen mehr dem „ausgeglichenen Hörgeräte-Nutzertyp“ oder dem eines „Durchstarters“. Wichtig ist für ihn jedoch nicht nur, dass er in den entsprechenden Situationen gut hören und zuverlässig verstehen kann. Er möchte auch, dass seine Hörgeräte mehr oder weniger unsichtbar sind und von Dritten möglichst überhaupt nicht bemerkt werden.